Zum zweiten Jahr in Folge führt Günter Faltin mit “Kopf schlägt Kapital” die
Liste der Exciting Commerce Buchbestseller an. Die Liste basiert auf den Exciting Commerce Affiliate-Verkäufen bei Amazon. Es handelt sich also im Wesentlichen um die Präferenzen der Exciting Commerce Leser.
“Kopf schlägt Kapital” liegt inzwischen in der 6. Auflage vor und beschreibt
den Entrepreneurship-Ansatz von Günter Faltin an vielen Beispielen. Gerade
ist es auch als Hörbuch erschienen.
Hier die Top 10 des Jahres 2009 (von Exciting Commerce):
1. Günter Faltin (”Kopf schlägt Kapital”)
2. Chris Anderson (”Free: Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des
Internet”)
3. Jeff Jarvis (”Was würde Google tun?”/”What Would Google Do?”)
4. Timothy Ferriss (”Die 4-Stunden-Woche”)
5. Eric D. Beinhocker (”Wie Evolution Wirtschaft antreibt”/”The Origin of
Wealth”)
6. Adam L. Penenberg (”Viral Loop”)
7. Gerrit Heinemann (”Der neue Online-Handel”)
8. Mario Fischer (”Website Boosting 2.0″)
9. Garr Reynolds (”Presentation ZEN”)
10. Alvin Toffler (”Revolutionary Wealth”)
Dan Ariely (”Predictably Irrational. The Hidden Forces That Shape Our
Decisions”)
Das Hörbuch “Kopf schlägt Kapital” besteht aus 7 Audio-CDs. Wer bis zum 21.12 bestellt, bekommt es noch rechtzeitig zu Weihnachten geliefert. Bestellen Sie das Hörbuch hier.
Deutsche Startups hat PaperC zum “Start-up des Jahres” 2009 gewählt! Wir, vom Labor für Entrepreneurship, gratulieren herzlich und wünschen für die Zukunft viele weitere Erfolge.
“Wir danken der Jury von Deutsche Startups und allen, die an uns geglaubt und für uns gevotet haben. Großer Dank geht an unsere Business-Angels Prof. Günter Faltin, Prof. Sven Ripsas, Christophe F. Maire und Dr. Kai-Henrik Barth, die PaperC mit ihrem Wissen begleiten und beraten.”
Prof. Bergmann, famous for his concept of New Work, views the current financial crisis as an opportunity to substitute hired labour for a completely different organisation of work. In this interview with Prof. Faltin he points out alternatives to the mainstream politics of stimulating economic growth.
Timeline:
00:00 Welcome Prof. Bergmann
00:35 Concept of New Work
04:45 Examples of New Work
Ecobond
Fabricator
Electric car
13:15 Who is the change agent to run the ideas?
Oasis people
Desert people
16:43 Barack Obama and the finance crisis: Will he solve the poverty problem
18:20 Creating Jobs: a new organisation of jobs
23:13 Financial crisis: Is money needed for New Work
28:50 Growth
33:29 Technology
38:00 Ecobond – how to create enterprises
44:20 New Work in developed countries
50:50 The End
Die Arbeit des Inkubators der Universität Kassel erläutern Jörg Froharth und Gabriele Haennemuth.
Die Vorteile und Arbeitsweise der Einrichtung, die seit November 2006 für Gründer aus der Universität offen steht, stehen dabei im Vordergrund.
Den Podcast (Mp3 Datei des Videos) können Sie hier hören bzw. hier herunterladen.
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00:07 Begrüßung
01:17 Was der Inkubator der Universität Kassel macht
03:45 Wie man von einer Anfangsidee zu einem Konzept kommt
—- Pause—-
05:00 Die Vorteile des Inkubators für den Gründer
05:25 Inkubator: Förderung und Kapital
06:40 Inkubator: Büroplatz im Gemeinschaftsbüro
06:55 Inkubator: Austausch und Interdisziplinarität
10:00 Können sich Kassel und Berlin gegenseitig befruchten?
Der folgende Artikel von Prof. Günter Faltin zum Thema Entrepreneurship ist in der Sonderausgabe “Start-up 2008 – ein Leitfaden zu Gründung und Finanzierung” des VentureCapital Magazins erschien.
Entrepreneurship versus Business Administration
Die Notwendigkeit und Chance der Arbeitsteilung
Von Prof. Günter Faltin, Arbeitsbereich Entrepreneurship, Freie Universität Berlin
Wie sollen Gründer die an sie gestellten umfangreichen An- forderungen bewältigen? Der angelsächsische Sprachraum kennt eine entscheidende Differenzierung, die wir aufgreifen und übernehmen sollten. Er grenzt „entrepreneurship“ ab von „business administration“. Während der letztere Begriff die Bewältigung der Unternehmensaufgaben unter den mehr organisatorischen und verwaltenden Aspekten beschreibt, lenkt uns der Begriff Entrepreneurship auf die eher kreativen, innovativen Teile der Neugründung. Diese Unterscheidung findet sich im Deutschen nicht, ist aber außer- ordentlich wichtig, weil mit ihr auch zwei unterschiedliche Tätigkeitsfelder umrissen werden. Entrepreneurship ist im Kern ein kreativer Akt, es ist die Fähigkeit, sagt Timmons, etwas praktisch aus dem Nichts zu schaffen.
Entrepreneurship arbeitsteilig angehen…
Entrepreneurship verlangt daher einen kreativen, schöpferischen „Mind Set“, während Business Administration die ordnenden, kontrollierenden, verwaltenden Fähigkeiten voraussetzt. Die meisten Menschen verfügen aber nicht über beide Fähigkeiten. Daher überfordert man Gründer, wenn man ihnen beides aufbürdet. Folgt man diesem Argument, so ergibt sich die Notwendigkeit von Arbeitsteilung. Dies eröffnet aber auch die Chance, den Gründer für die kreativen, schöpferischen Teile freizustellen. Konsequent zu Ende gedacht heißt das: Als Gründer müssen Sie an Ihrem Unternehmen arbeiten, nicht notwendigerweise in Ihrem Unternehmen. Die Vorstellung, dass der Gründer alles können muss, stammt aus dem letzten Jahrhundert, eigentlich noch aus dem vorletzten. Es ist an der Zeit, sie aufzugeben. Der Terminus Entrepreneurship ist auch deshalb so hilfreich, weil er sich deutlich von dem deutschen Begriff der Selbständigkeit abhebt. Im Englischen redet man in diesem Zusammenhang von „self-employed“ oder „owner-manager“. So unaussprechlich das Wort Entrepreneurship auch ist, wir kommen an dem Begriff nicht vorbei. Sorgfältig etwas durchdenken, zu einer neuen Lösung kommen und dieses Neue durch die Gründung eines Unternehmens auch praktisch umsetzen – dafür haben wir zunächst kein eigenes deutsches Wort. „Unternehmensführung“ oder „Unternehmertum“ treffen den Punkt nicht.
…sonst wird Selbständigkeit unattraktiv
Es lohnt sich, unter diesem Gesichtspunkt die Situation vieler kleiner Selbständiger zu betrachten. Sie haben ein Restaurant gegründet, einen Friseursalon, eine Modeboutique oder einen Copy Shop und arbeiten sich schier zu Tode. Als imitative Gründungen ohne klar erkennbaren Marktvorteil unterliegen sie einer Konkurrenz, der sie nichts oder nur wenig Eigenes entgegenzusetzen haben. Statt selbst zu führen, d. h. Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und Produkte zu verbessern, reiben sie sich in der Organisation des Alltagsgeschäfts auf. Sie haben kein eigenes Konzept erarbeitet, sondern ein Geschäft gegründet und können sich kaum über Wasser halten. Das Bonmot „Selbstständig sein heißt alles selbst machen und das ständig“ trifft ihre Situation leider nur zu gut. Die Kinder von Selbständigen, die als Studenten zu mir kommen, sind regelmäßig diejenigen, die sich am längsten dem Gedanken an eine Unternehmensgründung verschließen. Die Bilder von zu Hause, die Belastung und Risiken, der Druck aus den laufenden Verbindlichkeiten, der Ärger mit dem Personal, die Klage über hohe Steuerzahlungen, die Sorge vor der nächsten Inventur sind ihnen nur zu geläufig.
Mehr als Betriebswirtschaftslehre
Auch aus diesen Überlegungen wird deutlich, dass es wenig hilfreich ist, in der Qualifizierung von Gründern den Nachdruck fast ausschließlich auf die Aneignung betriebswirtschaftlichen Wissens zu legen. Dies wird weder der Vielschichtigkeit des Phänomens Entrepreneurship gerecht, noch berücksichtigt es die kreative Dimension, die in der Ausarbeitung eines guten „Entrepreneurial Design“ liegt. Die Betriebswirtschaftslehre ist historisch aus den Anforderungen von Großunternehmen entstanden, als Management Science zur Bewältigung organisatorischer Komplexität. Die kreative Dimension einer Gründung ist nicht ihr Gegenstand. Wir müssen uns von der Vorstellung lösen, dass Entrepreneurship von der Betriebswirtschaftslehre her gedacht werden könne. Es ist dies ein viel zu enges Paradigma. Um einem Missverständnis vorzubeugen: Natürlich sind im modernen Geschäftsleben betriebswirtschaftliche Kenntnisse absolut unverzichtbar. Der Begriff „Kenntnisse“ verharmlost sogar den Sachverhalt, geht es doch um viel mehr, nämlich um die unumgänglich notwendige Kompetenz, die Unternehmensaufgaben, mit all ihren organisatorischen, verwaltenden und rechtlichen Aspekten, erfüllen zu können. Betriebswirtschaftslehre ist ein Teil des Ganzen. Niemand stellt in Frage, dass Business Administration notwendig und wichtig für den Unternehmenserfolg ist.
Fazit:
Die Betriebswirtschaftslehre verfügt über wertvolle, erprobte und in der Praxis bewährte Instrumente. Die Frage, die hier gestellt wird, ist allein, ob es der Gründer ist, dem man diese Aufgaben wie selbstverständlich aufbürdet, oder ob man nicht besser arbeitsteilig vorgehen soll, angesichts des Umfangs und der Komplexität, die moderne Betriebswirtschaftslehre für Nicht-Ökonomen darstellt. Was kann den Vorrang beanspruchen? Deutschland, ein Land der Ideen? Oder ein Land der betriebswirtschaftlichen Formeln? Die Antwort sollte uns nicht schwer fallen. Mit Betriebswirtschaftslehre allein – so wichtig sie ist – werden wir unseren Wohlstand nicht aufrechterhalten kÖnnen. In anderen Ländern werden ihre Prinzipien rigider und rücksichtsloser durchgesetzt als bei uns. Die Chancen für ein hochentwickeltes und zivilisiertes Land wie Deutschland liegen in neuen, zukunftweisenden Ideen. „Masters of Business Administration“ verlassen zu Zehntausenden unsere Bildungseinrichtungen. Wo sind die „Masters of Ideas and New Concepts“? Die Wenigen, die wir haben, und die noch kleinere Zahl davon, die erwägt zu gründen, sollten wir nicht unnötig abschrecken oder zu betriebswirtschaftlichen Dilettanten machen. Wir sollten das Primat der Betriebswirtschaftslehre in der Beratung von Gründern aus wohlüberlegten Gründen aufgeben. Arbeitsteilung zwischen Entrepreneurship und Business Administration Mit Betriebswirtschaftslehre allein – so wichtig sie ist – werden wir unseren Wohlstand nicht aufrechterhalten können.
Die komplette Sonderausgabe kann beim VentureCapital Magazin bestellt werden. Wer nur an diesem Artikel interessiert ist, der kann diesen hier als PDF herunterladen.
Die Stiftung Entrepreneurship spendet der Freien Universität Berlin 5.000 Euro (in Worten: fünftausend) zur Förderung des Entrepreneurship-Gedankens an der Universität. Wie der Vorstand der Stiftung Entrepreneurship mitteilte, soll diese Spende insbesondere zur allgemeinen Ausstattung des Gründerhauses Altensteinstraße 44B (die “Faltin-Villa“) verwendet werden.
Die neue Gründer-Villa ist ein Platz für Start-ups, die ihre Business Modelle mit dem Entrepreneurship-Ansatz von Professor Faltin entwickeln möchten. Auch in diesem Gründerhaus bietet die informelle Atmosphäre ideale Voraussetzungen, um Geschäftsmodelle kreativ und systematisch weiter zu entwickeln. Dabei kommen Instrumente wie Idea Creation, Idea Enrichment und Idea Refinement zum Einsatz. Momentan arbeiten dort bereits vier junge Unternehmen, insgesamt stehen 14 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Villa wurde von Professor Faltin zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen der Eröffnung wird eine Skulptur, die Faltin sinnbildlich für seinen Entrepreneurship-Ansatz einsetzt, im Garten des Hauses aufgestellt.
Wie mit der Figur dargestellt, muss ein gutes Business Model aus mehreren Komponenten zusammengesetzt sein, die so tragfähig sind, dass sie Stöße von außen auffangen können. Im Markt passiert es nicht selten, dass ein Wettbewerber Marktvorteile ins Feld führt. Ein gutes Business Model sollte daher möglichst auf mehr als einem Bein stehen. Auch die Skulptur kann auf jedem der vier Stuhlbeine zu einer stabilen, ausbalancierten Position finden.
Um den Gedanken freien Raum zu geben, können die Gründer auch schwebend Arbeiten – aufgehängt in einem Gurtzeug zum Drachenfliegen, das Andreas Becker von www.drachenfliegenlernen.de leihweise zur Verfügung gestellt hat.
Bei einem Umtrunk im Anschluss an die Einweihung laden wir Sie dazu ein, mehr über den Entrepreneurship-Ansatz von Professor Faltin, über profund – die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin – sowie über die dort ansässigen jungen Unternehmen RatioDrink, Tomarni, Objektiv und rapskernoel.info zu erfahren.
Die Bundesregierung hat in der aktuellen Ausgabe Ihrer Onlinepublikation “e.conomy – das wirtschaftsmagazin“ einen Artikel zu Professor Faltin, und dem von Ihm vertretenen Ansatz des Entrepreneurship, veröffentlicht. Der Artikel wird für die Leser dieses Blogs keinen großen Erkenntnisgewinn bringen.
Bemerkenswert ist allerdings, dass das Thema Entrepreneurship ins Blickfeld der Regierung kommt. Somit wird hoffentlich auch die systematische Entwicklung von Business Modellen als Erfolgsfaktor für Gründungen wahrgenommen.